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Kaffeezubehör für zu Hause: was sich lohnt und was nicht

Kaffeezubehör für zu Hause: was sich lohnt und was nicht

Erst die Rangfolge, dann der Einkauf

Wir verkaufen seit über fünfzehn Jahren Kaffee, und die Frage nach dem Zubehör kommt fast immer im selben Moment: nach dem Kauf der Maschine, wenn die Tasse noch nicht so schmeckt wie erhofft.

Eine brauchbare Antwort beginnt mit einer Rangfolge. Auf das Ergebnis wirken, in dieser Reihenfolge: die Frische des Kaffees, die Wasserqualität, Dosis und Mahlgrad, und erst danach die Werkzeuge.

Das heißt: ein dicht schließendes Gefäß wiegt schwerer als ein aufwendiger Tamper, und ein Wasserfilter verschiebt den Geschmack mehr als eine Waage mit hundertstel Gramm.

So geordnet bleiben nur wenige Teile, die Platz in der Küche verdienen, und sie unterscheiden sich je nach System: Kapseln und Pads verlangen anderes als die Moka.

Die folgenden Abschnitte trennen sie nach System, der letzte nennt jene, die nach unserer Erfahrung binnen zwei Wochen in der Schublade landen.

Das luftdichte Gefäß, das unterschätzteste Teil

Gemahlener Kaffee verliert den feinsten Teil seines Aromas binnen weniger Tage an der Luft. Ganze Bohnen halten länger durch, immun sind sie aber nicht.

Die Gegner sind vier und immer dieselben: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Licht und Wärme. Ein blickdichtes Gefäß, das wirklich schließt, hält alle vier draußen; die offene, umgeknickte Packung auf der Arbeitsplatte keinen davon.

Die Regel, die wir am häufigsten wiederholen, betrifft das Volumen: ein Gefäß in der Größe des Verbrauchs von zwei bis drei Wochen, nicht größer. Eine halb leere Dose ist eine halb mit Luft gefüllte Dose.

Der Kühlschrank ist dagegen der falsche Ort: Kaffee nimmt Gerüche auf, und jedes Öffnen erzeugt Kondenswasser. Das Gefrierfach lohnt nur für versiegelte Vorräte, die bis zur Verwendung geschlossen bleiben.

Dazu gibt es einen eigenen Ratgeber über die Aufbewahrung von Kaffee und Kapseln, und die Behälter stehen unter Zubehör und Tassen.

Für Kapsel- und Padnutzer

In einem geschlossenen System ist die Variable Kaffee bereits im Werk entschieden, das Zubehör dient daher nur zweierlei: Ordnung und Sauberkeit.

Das erste nützliche Teil ist der Kapselhalter. Er ist keine Dekoration: eine Kapsel, die in der Besteckschublade liegt, nimmt Feuchtigkeit und Gerüche auf, und die Aluminiumfolie bekommt leicht Kerben. Schubladenmodelle sammeln auch die verbrauchten. Die Abteilung heißt Kapsel- und Padhalter.

Das zweite ist eine Reinigungsroutine für die Brüheinheit. Ein Wasserdurchlauf ohne Kapsel vor dem ersten und nach dem letzten Kaffee des Tages entfernt alte Kaffeereste, die häufigste Ursache für ranzigen Nachgeschmack in Kapselmaschinen.

Das dritte, für alle mit Papierpads, ist eine geschlossene Paddose: Papier zieht Feuchtigkeit schneller als Aluminium, und ein feuchtes Pad extrahiert schlecht. Die Formate stehen unter ESE-Pads 44 mm.

Fast nie hilft dagegen der Universaladapter, der ein Format in eine für ein anderes gebaute Maschine zwingen soll. Das Ergebnis hängt von Druck und Kammergeometrie ab und enttäuscht meist.

Für Moka, Filter und Wartung

Die Moka hat genau ein unverzichtbares Zubehörteil: eine Ersatzdichtung. Sie härtet mit der Zeit aus, Dampf entweicht seitlich, und die Extraktion verschlechtert sich ohne erkennbaren Grund. Ein Wechsel einmal im Jahr genügt.

Das zweite ist das Plattensieb, das oxidiert und verstopft. Ein verstopftes Sieb bremst den Aufstieg und verbrennt den Kaffee in der Schlussphase.

Für Filter und Aufguss bewegt eine einfache Waage mit Grammgenauigkeit am meisten. Laborpräzision braucht es nicht: entscheidend ist, jeden Morgen dieselbe Dosis zu wiederholen, denn nur so lässt sich erkennen, ob eine Änderung gewirkt hat.

Bei der Wartung zählen zwei Posten mehr als alle anderen: Entkalker und Wasserfilter, beide in der Abteilung Entkalker und Filter. Kalk beschädigt nicht nur die Maschine, er verändert den Geschmack lange bevor etwas kaputtgeht.

Das vollständige Vorgehen mit Zeiten und Hinweisen steht in unserem Ratgeber zum Entkalken der Kaffeemaschine. Es gilt für Kapsel- wie für Padmaschinen.

Was in der Schublade endet

Eine ehrliche Zubehörliste muss auch sagen, was im Regal bleiben darf, und unsere Jahre hinter der Theke reichen dafür aus.

Das Milchthermometer mit Zeiger. Eine Woche lang nützlich, danach erkennt die Hand von selbst den Moment, in dem das Kännchen zu heiß zum Halten wird.

Der dekorative Tamper, der nicht ins Sieb passt. Stimmt der Durchmesser nicht, bleibt das Anpressen ungleichmäßig und der Fehler wird größer als zuvor.

Die Schlagmessermühle. Sie mahlt nicht, sie zerschlägt: sie erzeugt Staub und grobe Stücke zugleich, und keine Einstellung behebt das. Warum der Mahlgrad so viel ausmacht, steht in unserem eigenen Ratgeber.

Zu dünne oder zu kalte Tassen. Die Tasse ist kein ästhetisches Detail, dazu gibt es einen eigenen Beitrag: warum die Tasse zählt. Tassen und Gläser stehen unter Zubehör und Tassen, zusammen mit der übrigen Ausstattung.

Bei Zweifeln, welches Zubehör eine bestimmte Maschine wirklich braucht, kontaktieren Sie uns bitte. Das Maracatú-Team hilft gern weiter.

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